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Nachrichten von 05.05.2005, 11:02:47
Betreff: Erschütterntes Ergebnis bei Messungen an Mobilfunkanlagen

Dr.med.Cornelia Waldmann-Selsam Bamberg,den 14.3.05
Karl-May-Str.48
96049 Bamberg Tel.0951/12300
Fax 0951/2972506
Mail:peter.selsam@t-online.de

 

An den Präsidenten der Bundesärztekammer
Prof.Dr.H.Eckl
Berliner Allee 20
30175 Hannover

 

Sehr geehrter Herr Professor Eckl,

gestatten Sie, dass ich mich im Auftrag mehrerer Kollegen persönlich an Sie wende. Wir sind äußerst beunruhigt.
Im Juli 2004 hatten 70 (später 130) Ärzte öffentlich vor dem weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes gewarnt. In der Folge erhielten wir viele Anfragen von Ärzten und von Betroffenen aus ganz Oberfranken (teilweise verzweifelte Hilferufe). Daraufhin führten seit Oktober 2004 einzelne oberfränkische Ärzte im Umkreis von Mobilfunkanlagen orientierende Messungen der hochfrequenten elektromagnetischen Felder und Befragungen in Wohnungen durch.Insgesamt sind jetzt über 400 Wohnungen, Büros, Banken, Schulen und Krankenhäuser erfasst.

Dabei ergab sich der folgende dringende Verdacht:
- Die gepulsten hochfrequenten EMF (Quelle hauptsächlich DECT - Basisstationen und Mobilfunkanlagen) führen zu einem neuen, bisher unbekannten Krankheitsbild mit charakteristischem Symptomenkomplex.

Die Menschen leiden an einem, mehreren oder vielen der folgenden Symptome:
Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Benommenheit, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, depressive Stimmung, Ohrgeräusche, Hörverlust, Hörsturz, Schwindel, Nasenbluten, Sehstörungen, häufige Infekte, Nebenhöhlenentzündungen, Gelenk- und Gliederschmerzen, Nerven- und Weichteilschmerzen, Taubheitsgefühl, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckerhöhung (anfallsweise), Hormonstörungen, nächtliches Schwitzen, Übelkeit.

- Einzelne Symptome können schon bei 1/100 000 des gültigen Grenzwertes auftreten.
- Die Symptome traten in zeitlichem und räumlichem Zusammenhang mit der Exposition auf (die Patienten selbst hatten häufig bisher keinen Zusammenhang gesehen; durch genaue Anamnese ergab sich erst der Verdacht auf einen Zusammenhang).
- Es handelt sich keineswegs nur um subjektive Befindlichkeitsstörungen. Rhythmusstörungen, Hörsturz, Visusverlust, Hormonstörungen, Konzentrationsstörungen u.a. sind objektiv nachweisbar.
- Ein Teil der Gesundheitsstörungen verschwand nach Beendigung der Exposition ( Entfernung DECTTelefon, vorübergehender Ortswechsel, dauerhafter Ortswechsel, Abschirmung) sofort.
Diese Beobachtungen veranlassten uns das Mobilfunksymposium im Januar 2005 zu veranstalten. Während und nach dem Symposium erhielten wir viele Berichte von Betroffenen und von Ärzten, die schon vor Jahren dieselben Beobachtungen gemacht hatten, aber kein Gehör bei offiziellen Stellen gefunden hatten.

Wir sind erschüttert, dass von offizieller Seite nicht längst Menschen, die im Umkreis der Mobilfunkanlagen leben, untersucht wurden.

Es ist unverständlich, dass es bis heute keine Untersuchungen in Haushalten mit und ohne DECT-Telefon gibt.

Daher bitte ich im Auftrag um einen Gesprächstermin, bei dem wir Ihnen persönlich unsere Beobachtungen vortragen können.

Mit freundlichen Grüßen

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